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Stattauto-Rechner

Carsharing?

Ich bin seit vielen Jahren autolos unterwegs. Anfangs aus finanziellen Gründen, inzwischen eher aus Verantwortungsbewusstsein für städtische Lebensqualität und ökologische Nachhaltigkeit.

Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass ich immer seltener auf das Auto zurückgreifen muss. Fast alles erledigt sich per Fahrrad, E-Bike, ÖPNV und Bahn. Gelegentlich brauche ich dann aber doch mal ein Auto. Hier in Kiel bietet Stattauto e.G. hauptsächlich stationsgebundene Fahrzeuge an, die ich dann gelegentlich nutze.

Ich bin sehr zufrieden damit. Die Autos sind technisch immer in einem sehr guten Zustand, der äußerliche Zustand ist meist auch deutlich über meinem persönlichen Sauberkeitslevel. Ich muss keinen Parkplatz suchen (nutze nur stationsgebundene Wagen), muss extrem selten tanken, mich nicht um Pflege, Reparaturen, TÜV, Reifen, Versicherung und Steuern kümmern. Und als Wenigfahrer lohnt es sich gegenüber einem eigenen Auto deutlich.

…und gewerblich?

Mein Arbeitgeber plant nun gerade, einen Teil der Flotte (2 von insgesamt 7 Fahrzeugen) zu erneuern, weil die Leasingverträge auslaufen. Da wir nur selten eine volle Auslastung unserer Flotte erreichen (und sehr selten noch Bedarf darüber hinaus haben), habe ich vorgeschlagen, nur ein Fahrzeug durch ein Hybridfahrzeug zu ersetzen und für den restlichen Bedarf auf das Carsharing Angebot von Stattauto zurück zu greifen.

Stattauto bietet Gewerbetreibenden eine Mitgliedschaft oder einen Genossenschaftsvertrag an. Details: Siehe hier. Die Kosten für Zeit und Strecke entsprechen denen für Privatkunden - insofern kann der Rechner von beiden Gruppen genutzt werden.

Das hätte gleich mehrere Vorteile:

  • Effektivere Auslastung der eigenen Flotte.
  • Flexibler Zugriff auf den Carsharing-Pool bei Vollauslastung der eigenen Wagen - auch über die Zahl von 7 Fahrzeugen hinaus.
  • Kostenersparnis durch das Wegfallen eines Fahrzeugs.
  • Keine Parkplatzsorgen (es stehen nur 3 Firmenparkplätze zur Verfügung, der Rest parkt irgendwo in den umliegenden Straßen des innerstädtischen Wohngebiets).
  • 3 Stattauto Stationen in der unmittelbaren fußläufigen Umgebung (< 3 Minuten Gehweg).

Lohnt sich das denn auch?

Mein Chef lässt sich gern von Zahlen überzeugen. Also hab ich mal schnell mit Google Sheets eine Tabelle gebaut. Zwar bietet auch Stattauto auf seiner Homepage einen Kostenrechner an, jedoch nur für Einzelfahrten. Ich wollte einen interaktiven Kostenrechner, der alle Aspekte wie Tarif, Fahrzeugtyp, Anzahl und Dauer der Fahrten berücksichtigt.

Da die Kosten für ein eigenes Auto individuell sehr variieren und nicht nur von gefahrenen Kilometern, sondern auch von Modell, Alter, Kaufpreis, Wertverfall, Werkstatt- und Pflegekosten etc. abhängen, habe ich auf einen Vergleichsrechner verzichtet. Unter anderem der ADAC bietet einen sehr umfangreichen Kostenvergleich an, der diese Faktoren berücksichtigt.

Kostenrechner

Hier nun mein Kostenrechner, basierend auf den Preisen der Stattauto e.G. (Lübeck, Kiel), Stand August 2019. Du kannst Tarif, gefahrene Kilometer, Fahrtendauer und die Fahrzeugklasse auswählen und bekommst dann die entsprechenden Kosten für ein Jahr angezeigt.

Die Berechnung ist natürlich völlig unverbindlich, für die Richtigkeit übernehme ich keine Haftung.

Bitte beachten: Deine eingegebenen Werte bleiben gespeichert - der nächste Besucher bekommt sie als Vorgabe angezeigt - weiß aber natürlich nicht, dass die Daten von dir kommen. Das ließ sich technisch leider auf die Schnelle nicht anders lösen. Falls mehrere Benutzer gleichzeitig in der Tabelle Daten ändern, werden sie sich gegenseitig ins Gehege kommen. Ist aber eher unwahrscheinlich. Falls es dazu kommen sollte: Einfach ein paar Minuten abwarten, bis andere Benutzer die Seite verlassen haben.

Kostenrechner in einem neuen Tab öffnen